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Fährtenarbeit nach Dildei Ziel ist das schrittweise Suchen von Tritt zu Tritt. Das Tempo des Hundes wird nicht  durch die Leine beeinflusst, sondern der Hund bestimmt das Tempo selbst. Beim Legen müssen wir erreichen, dass der Bodengeruch dominiert. Dies gelingt  durch Legen der Spur in weichem Boden. Möglichst kein Bewuchs. Der  Individualgeruch verfängt sich im Bewuchs. Wenn der Hund so seine Belohnung und Befriedigung  findet, wird er dies mit diesem Typ der Fährte verknüpfen und so langsam und korrekt von Tritt zu  Tritt suchen. Wir müssen den Hund motivieren, dass er für längere Zeit konzentriert sucht. Die  Konzentration ist von der Geschwindigkeit abhängig, deshalb muss erreicht werden, dass er  langsam sucht. Es muss dafür gesorgt werden, dass der Hund über lange Zeit fehlerfreie,  konzentrierte Fährten sucht. Dies erreichen wir durch Schaffen günstiger Voraussetzungen, einfache Fährten legen. Motivation hoch halten. Häufiger Fehler ist ein zu schnelles Steigern der  Schwierigkeit.  Der Hund soll die Fährte ohne unsere Hilfe und Korrektur selbst finden. Denn diese sind oft die  Ursache für Probleme auf der Fährte. Voraussetzungen dafür sind: 1. Richtiges Gelände 2. Den Hund sorgfältig auf die Fährte vorbereiten und ruhig an die Fährte heranführen 3. Das Legen der Fährte (Aufbau der Fährte) zu 1. Nur weichen Acker verwenden, sichtbare Tritte. Gute Kontrolle. In den tiefen Eindrücken bildet  sich starker Bodengeruch. Es ist anscheinend nicht so schlimm, wenn der Hund die Tritte sieht. Er  sieht sie aus einer anderen Perspektive. Denn er kann nicht so weit sehen. Er lernt nicht, mit den Augen zu suchen. Dominierend ist seine Nase. Vorteil der tiefen Eindrücke ist, dass der Hund seine Nase tief in diese stecken muss, um das Futter  zu holen und nimmt so dann intensiv Witterung auf. Die Futterbrocken liegen tief im Hacken des  Trittes, so kann der Hund diese nicht zu früh sehen. Die Futterstücke müssen die richtige Größe haben. Sind sie zu groß, wird der Hund durch Kauen  abgelenkt und überläuft einige Tritte. Sind sie zu klein, ist das Interesse am Futter zu gering. Wichtig  ist auch eine auf den Hund abgestimmte Schrittlänge. Sind sie zu kurz, erreicht man eine  Ungeduld/Hektik im Hund. In Folge überläuft er wieder einige Tritte. Lange Schritte lassen einen  Hund ruhig und flüssig suchen. Durch Futtergröße und Schrittlänge bestimmt man die  Geschwindigkeit durch die Leine.   Das Legen der Fährte Es ist unsere Aufgabe, durch das richtige Legen der Fährte den Stil des Suchens zu beeinflussen  und so für den Hund angenehm zu machen, auf den Hund abzustimmen. Die Schrittlänge soll  normal sein, genauso wie der seitliche Abstand. Beim Absuchen beobachtet man den Hund. Sucht  er zu schnell, ist die Schrittlänge bzw. das Futter zu vergrößern. Als Futter eignen sich kleine Stücke  Saiten. Der Abgang soll nicht wie traditionell aus einem Dreieck, auf dem wahllos Futter ausgestreut wird  bestehen, dort sieht der Hund das Futter zu stark. Sondern soll der Abgang aus einigen dicht  beieinander liegenden parallelen Tritten bestehen, in die jeweils ein Futterbrocken gelegt wird. Anfänglich soll die Fährte nur aus diesem Abgang, einigen Metern Fährte und dem Ende, dass  ebenfalls aus 2 parallelen Tritten besteht, bestehen. Das Ende soll zwar schon etwas Futter  enthalten, aber nicht zu viel. Die Motivation soll das Futter auf der Fährte sein und nicht das Futter  am Ende. Auch soll am Ende nicht gespielt werden. Dildei sucht nur alle 4 Wochen mit einem Hund  Er fängt erst an, wenn ein Hund erwachsen ist. Er meint, dass ein so junger Hund sehr schnell  überlastet werden kann.   Der Ansatz Der Hund soll ruhig und zügig angesetzt werden. Hat der Hund den ersten Brocken erreicht, so ist  es wichtig, die Leine locker zu lassen. Eine zu straffe Leine schafft zu viel Drang nach vorne. Es  sollte auch nicht zu stark eingewirkt werden, so dass er nicht hektisch wird. Nimmt der Hund nicht  sofort die Fährte auf, sollte der Hundeführer nicht helfen und sollte ruhig sein. Der Hund soll selbst  die Initiative ergreifen. Weicht der Hund von der Fährte ab, sollte nur mittels Leine sanft eingewirkt  werden, der Führer verhält sich still. Der Hund muss von Anfang an lernen, selbst und ohne Hilfe die  Fährte zu finden. Wir schaffen für den Hund günstige Voraussetzungen, damit er sich selbst lehrt.  Wir lassen den Hund auf der Fährte alleine und beobachten ihn gut. Hat er Probleme, müssen wir  die nächste Fährte optimaler legen. Wir beeinflussen den Hund nicht durch Leine, Halsband oder  sprechen, sondern durch das Legen der Fährte. Selbst wenn der Hund die Nase hebt, bleibt der  Führer ruhig und beeinflusst den Hund nicht, wartet bis er die Fährte selbst wieder aufnimmt. Am  Ende lassen wir den Hund das Futter fressen und führen ihn ruhig von der Fährte. Ist der Hund auf  der Fährte zu hektisch, kann man versuchen, ihn vorher zu füttern. Drängt der Hund zu sehr zu  Ansatz, kann man versuchen, den Hund mit Futter abzulenken. Keine Einwirkung mittels Leine.  Sucht der Hund zu schnell, findet aber jeden Brocken, so unternehmen wir nichts. Sucht er aber zu  schnell und überläuft einige Tritte, will er schnell zum Ende. anfänglich verringern wir den  Seitenabstand der Tritte (ihm ist es zuviel, den Kopf von links nach rechts zu bewegen), so dass sie  fast in einer Linie sind. Reicht dies nicht, vergrößern wir die Schrittlänge mit möglichst wenig  Seitenabstand. Wird er langsamer, legen wir wieder normal. Laut Dildei ist das Trainieren der Ausdauer nicht so wichtig wie die Korrektheit.   Wenn der Hund eine 60 – 80 Schritt lange Gerade korrekt und konzentriert absucht, jeden  Futterbrocken findet und aufnimmt, können wir mit Winkel beginnen. Auch dabei ist es wichtig, dass  der Hund  diesen selbst ohne unsere Hilfe findet. Es ist wichtig, wie wir den Winkel legen. Es ist  darauf zu achten, dass sich der Winkel in das rechts/links der Tritte einfügt. Nach dem Winkel werden 20 – 30 Schritte gelegt, dann beendet mit einem Doppeltritt. Überlauft der  Hund einen Winkel, bleibt der Führer ruhig stehen, er sollte selbst wieder Reinfinden. Gesamtlänge  der Fährte ca. 100 Schritte, ein Winkel in diesem Stadium. Nicht viele Winkel üben, sondern  weniger, dafür aber korrekt.   Gegenstände Beherrscht der Hund die Winkel, soll mit den Gegenständen begonnen werden. Das Platz sollte  mittels Motivation gelehrt sein und sollte keinen Stress erzeugen. Begonnen wird dies, indem man  einen relativ großen Gegenstand ca. 20 Schritte nach dem Winkel in einen Tritt legt (Ende der  Fährte). Darauf wird etwas Futter gelegt. Kommt der Hund an den Gegenstand, wird er anhalten und das Futter fressen. Wir treten neben den Hund, halten ein der geschlossenen Hand Futter vor dem  Hund auf den Gegenstand. Legt sich der Hund, wird der durch Öffnen der Hand belohnt. In dieser  Position wird der Hund durch vermehrtes Füttern stabilisiert. Nach dem Aufnehmen des  Gegenstandes wird der Hund weitergefüttert. Gefüttert wird nicht aus der Hand, sondern vom Boden  (Gegenstand).   Sucht der Hund eine Fährte mit einem Winkel + Gegenstand, können wir dazu übergehen, einen  2.Winkel  zu legen. Max. 200 Schritt. Die Liegedauer ist lt.  Dildei nicht so wichtig. Dauer ca. 15  Minuten. Wird auch der 2. Winkel korrekt abgesucht, wird ein 2. Gegenstand eingebaut. Dieser wird ca. 30  Schritte nach dem 1. Winkel abgelegt. Mit Futterbrocken. Legt sich dabei der Hund auf den  Gegenstand, liegt es meist an dem Futter in der weiterführenden Fährte. D. h. es soll in den ersten  2/3 Schritten nach dem Gegenstand kein Futter liegen. Liegt der Hund, wird er wieder durch Füttern  stabilisiert, dabei legt man sichtbar für ihn einige Futterbrocken in die leeren Tritte, darauf folgt das  Hörzeichen zum Suchen. Jetzt sind wir soweit, dass weitere Schwierigkeiten eingebaut werden  können: Spitze Winkel, Bewuchs,  Bögen, Verleitungen. Aber immer nur so viel, dass der Hund immer noch korrekt sucht. Noch nicht  wird das Futter abgebaut. Um dem Hund das Suchen mit dem Auge abzugewöhnen, werden Verleitungen gelegt. Läuft der  Hund in eine Verleitung, lassen wir ihn ruhig einige Schritte laufen, bald merkt er, dass dort kein  Futter liegt und korrigiert sich selbst. Läuft er zu weit, wird mittels Leine leicht eingewirkt, sollte aber  nicht die Regel werden. Wird allmählich auf Gras umgestellt, wird der Anfang und das Ende trotzdem  im Acker sein. Um eine gewisse Sicherheit zu bekommen, muss ein Hund auch ab und zu mit der Leine korrigiert  werden. Aber nur, wenn er die Fährte verlässt, ohne es anzuzeigen. Deshalb ist es wichtig, den  Hund ständig zu beobachten. Auch ein zu schnelles Suchen kann mit Leine korrigiert werden, aber  alles nur mit Ruhe und ohne dass der Hund hektisch wird. Wird eine Korrektur erwartet, ist es wichtig, dass noch in jedem Tritt Futter liegt.   Abgewöhnen des Futters Ca. 1 Jahr wird in jeden Tritt Futter gelegt, es wird in weichem Acker gesucht. Ab und zu auch mit  etwas Gras. Ca. 10 Wochen vor der Prüfung wird das Futter auf 3 - 4 Schritte auf 2 oder 3  Schenkeln weggelassen. Dies macht  man einige Male. Beherrscht er auch dieses, 6 Wochen vor  der Prüfung enthält der komplette 1. Schenkel und Winkel kein Futter. Normalerweise übersteht er  dies gut und lernt dabei, dass wenn er lange genug einer Fährte folgt, er am Ende doch noch Futter  findet. Dies machen wir einige Male dazwischen aber immer wieder komplette Fährte mit Futter.  Dies machen wir, bis der Hund SCH3 hat (Alter 3 – 4 Jahre). Dann gehen wir von heute auf morgen  dazu über, kein Futter außer am Gegenstand, selben auf der Fährte. Er wird wahrscheinlich  schneller werden, dies korrigieren wir in wenigen Fällen mit der Leine.
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